Am nächsten Tag wollen wir zum Schwarzen Drachenteichpark, von wo man eine schöne Aussicht auf den über 5000 Meter hohen Jadedrachen-Schneeberg hat. Noch im Hostel lernen wir den Chinesen Jack kennen, der hier auch ein paar Tage Urlaub macht und aus Peking stammt. Er möchte uns begleiten, was für uns natürlich nur Vorteile hat. So kostet der Minibus die Hälfte wie wenn wir alleine fahren würden, und Jack kann alles übersetzen. Auch mit dem Wetter haben wir Glück, obwohl der Gipfel des Jadedrachen-Schneeberges seine Gletscher in den Wolken versteckt behält. Lijang besteht aus verschiedenen Stadtteilen, und für Touristen interessant sind die Altstadt von Lijiang selbst und die Altstadt von Shuhue.
Lijiang liegt in den Ausläufern des Himalaya auf einer Höhe von 2600 Metern über Meer. Hier lebt die Minderheit der Naxi, eines sehr schönen Volkes mit einem grossen Hang zur Musik. Die Naxi haben eine ganz besondere Architektur und jedes Haus hat einen hübschen Innenhof, und die Häuser in der Altstadt sind mit Tausenden roten Laternen verziert, die der Altstadt zusammen mit den mitten hindurchfliessenden Bächlein mit ihren Goldfischen ein äusserst romantisches Aussehen verleihen.
Wir besuchen mit Jack die Altstadt von Lijiang und kosten überall die lokalen Spezialitäten wie Maiskolben, die auf der Strasse und auf den Fahrrädern (!!) gekocht werden. Später schleppe ich den Kinderwagen den ganzen Berg hinauf, was sich später als grosser Fehler herausstellt. Auf der anderen Seite dieses hügeligen Stadtteils setzen wir uns in ein hübsches Restaurant und essen zu mittag. Kaum habe ich fertiggegessen, werde ich schlagartig todmüde und kalter Schweiss überkommt mich wie dazumal in Afrika, als ich kurz danach dann das Bewusstsein verlor. Dieses Mal war ich etwas besser vorbereitet und stopfte mir sofort Dextro-Energen Sofortenergie in den Mund und Andi holte einen kalten Waschlappen, so konnten wir das Schlimmste vermeiden. Doch der Kreislauf war trotzdem dahin, es war einfach zuviel Rennerei ohne Akklimatisation, zu wenig zu trinken, zu heiss, dann noch am Tag vorher nicht das schlaueste Essen, und so lag ich den Rest der Zeit flach in einer der schönsten Städte Chinas!! Nur gut, dass wir das meiste schon vorher gesehen hatten!! Andi musste sich von nun an selber um die Kinder kümmern, zwei Tage war ich unfähig und danach auch nur halbwegs auf dem Damm, und wir wussten auch gar nicht, ob wir die Weiterreise nach Dali überhaupt antreten können. Doch davon im nächsten Bericht mehr…
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